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Frauen …

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Ein Auszug aus dem SelbstständigenBuch vom Bundesministerium für Finanzen (Oktober 2008):

Nicht jeder/jede UnternehmerIn beauftragt einen/eine berufsbefugten/berufsbefugte ParteienvertreterIn mit der Wahrnehmung seiner/ihrer Rechte. [...] Als „steuerlichen/steuerliche VertreterIn“ akzeptiert das Finanzamt nur berufsbefugte ParteienvertreterInnen, das sind in erster Linie WirtschaftstreuhänderInnen, Rechtsanwälte/Rechtsanwältinnen, Notare/Notarinnen sowie [...] auch andere Berufsgruppen, insbesondere BilanzbuchhalterInnen.

In diesem Buch geht es um Steuern, ein nicht sehr aufregendes, eher trockenes Thema, wo man eventuell sowieso manche Sätze doppelt lesen muss, um den Sinn des Steuerrechts zu verstehen, jedoch wird man im Lesefluss von so komischen Anhängseln hinter Klammern und dem „Innen“, das sich hinter jedes zweite Wort einschleicht, unterbrochen. Dieses „auf Muss“ geschlechtsneutral schreiben ist einfach fürchterlich! Schlimmer ist nur noch der Fliegenschiss, den manche Frauen hinter Ihren Titeln anführen, wie zum Beispiel Mag.a oder Dr.in. Ich als Frau kann nur sagen, ich bin Ingenieur und Grafiker und ich bin stolz darauf. Ich fühle mich gleichberechtigt, also muss ich mich nicht durch übermotivierte Betonung meines Geschlechtes von der Männergesellschaft abheben.
Und weil ja wir Frauen so arm sind, gibt es jetzt auch Netzwerkportale nur für Frauen. Meiner Meinung nach bringt das etwas, wenn man sein Netzwerk mit Frauen ausbauen möchte, jedoch gesellschaftlich schließen sich die Frauen ja wieder selbst aus, wenn sie ihre eigenen Netzwerke gründen. Bloss nicht mit den bösen Männern in Berührung kommen, es könnte ja passieren, dass wir draufkommen, dass wir doch nicht so verschieden sind und – um Gottes Willen – vielleicht verstehen wir uns ja sogar noch gut und können gut zusammenarbeiten! Das wäre ja tatsächlich eine Katastrophe …
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass jeder seines Glückes Schmiedes ist. Selbstbewusstsein und Eigeninitiative sind der Schlüssel, Kollektivverträge sind für Männer als auch für Frauen gleich hoch angesetzt. Es ist mir auch schon aufgefallen, dass sich die Frauen nur beschweren, wenn sie keinen gut bezahlten Managerjob bekommen, sich darauf ausreden, dass sie eine Frau sind und keiner sie lieb hat. Hat sich eigentlich schon jemand Statistiken über Frauen im Technikbereich, Frauen im Bau oder sogar Frauen als Arbeiter in der Stahlindustrie angesehen? Komisch, dass sich darüber die Frauen nicht aufregen. Nur die Rosinen rauspicken ist eben auch ziemlich „unfair“ den Männern gegenüber, meint ihr nicht?
Einen Rat kann ich denen geben, die sich selbst Probleme schaffen: hört auf rumzunörgeln. Wenn es etwas zu ändern gibt, ändert es. Im stillen Kämmerchen sitzen und der Meinung sein „Männer sind Schweine“, ist keine Lösung und fördert keinesfalls die Kommunikation mit dem anderen Geschlecht, die hören das nämlich auch nicht so gerne. Vielleicht klappt es dann auch mit dem Nachbarn …



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